Eine Werbekampagne zu starten ist relativ einfach. Zielgruppe definieren, Budget festlegen, Anzeigen erstellen – und die Kampagne kann beginnen.
Doch eine entscheidende Frage wird häufig gar nicht gestellt:
Ist Ihre Website überhaupt darauf vorbereitet, Besucher aus bezahlter Werbung zu empfangen?
Sie können erhebliche Budgets in Google Ads, Meta Ads oder andere Werbekanäle investieren und damit viel Traffic erzeugen.
Wenn die Besucher jedoch auf einer schlecht vorbereiteten Website landen, geht ein erheblicher Teil des Werbebudgets verloren.
Werbung kann einen potenziellen Kunden bis zu Ihrer digitalen Eingangstür bringen.
Aus diesem Besucher einen Kunden zu machen, ist anschließend die Aufgabe Ihrer Website.
1. Definieren Sie zuerst das Ziel Ihrer Werbung
Bevor eine Kampagne startet, müssen Sie genau wissen, welche Handlung Sie vom Besucher erwarten.
Soll er:
- ein Produkt kaufen?
- ein Formular ausfüllen?
- anrufen?
- einen Termin vereinbaren?
- ein Angebot anfordern?
- sich registrieren?
Ohne ein konkretes Ziel können weder die Website richtig vorbereitet noch die Ergebnisse der Kampagne sinnvoll gemessen werden.
„Mehr Besucher“ ist noch kein Geschäftsziel.
Eine Conversion ist es.
2. Schicken Sie Besucher auf die richtige Seite
Einer der häufigsten Fehler besteht darin, jede Werbeanzeige auf die Startseite zu verlinken.
Sucht beispielsweise jemand bei Google nach „Website erstellen lassen“ und landet anschließend auf einer allgemeinen Unternehmensseite, muss er die beworbene Dienstleistung erneut suchen.
Warum sollte der potenzielle Kunde zusätzliche Arbeit leisten?
Eine Anzeige sollte möglichst auf eine spezifische Landingpage oder Leistungsseite führen, die unmittelbar zur Suchanfrage und zum Inhalt der Anzeige passt.
Je kürzer der Weg von der Anzeige zur gewünschten Handlung ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit einer Conversion.
3. Anzeige und Landingpage müssen zusammenpassen
Verspricht Ihre Anzeige:
„Professionelle Website für Unternehmen“
und der Besucher landet auf einer Seite, auf der hauptsächlich über Branding, Social Media und Grafikdesign gesprochen wird, entsteht ein Bruch.
Der Nutzer sollte bereits im ersten sichtbaren Bereich genau das wiederfinden, weshalb er auf die Anzeige geklickt hat.
Das betrifft insbesondere:
- Überschrift;
- Angebot;
- Bilder;
- Preis beziehungsweise Konditionen;
- Call-to-Action.
Anzeige und Landingpage müssen wie zwei Teile desselben Prozesses funktionieren.
4. Die Website muss schnell sein
Jeder Besucher aus bezahlter Werbung kostet Geld.
Wenn jemand auf Ihre Anzeige klickt und die Website anschließend mehrere Sekunden zum Laden benötigt, haben Sie bereits für einen Besucher bezahlt, der Ihre Inhalte möglicherweise niemals sieht.
Vor dem Start einer Kampagne sollten deshalb unter anderem geprüft werden:
- Ladegeschwindigkeit;
- Bildoptimierung;
- Caching;
- Hosting;
- JavaScript- und CSS-Ressourcen;
- Core Web Vitals.
Eine langsame Website ist nicht nur ein UX-Problem.
Sie kann auch Ihr Werbebudget ineffizient machen.
5. Die mobile Version ist besonders wichtig
Ein erheblicher Teil des Traffics aus Meta Ads, Instagram und anderen Werbekanälen kommt über Smartphones.
Eine Landingpage kann auf dem Desktop hervorragend aussehen und auf dem Smartphone trotzdem schlecht funktionieren.
Typische Probleme sind:
- zu kleine Texte;
- schlecht erreichbare Buttons;
- komplizierte Formulare;
- lange Ladezeiten;
- wichtige Informationen weit unten auf der Seite.
Vor dem Kampagnenstart sollte die Website deshalb unbedingt auf realen mobilen Geräten getestet werden.
6. Der Call-to-Action muss eindeutig sein
Der Besucher ist auf Ihrer Website angekommen.
Was soll er jetzt tun?
Wenn er darüber erst nachdenken muss, ist die Nutzerführung wahrscheinlich nicht klar genug.
Ein Call-to-Action kann beispielsweise lauten:
„Angebot anfordern“,
„Kontakt aufnehmen“,
„Jetzt kaufen“,
„Beratung buchen“.
Wichtig ist, dass die gewünschte Handlung eindeutig und sofort erkennbar ist.
Zehn unterschiedliche Handlungsaufforderungen auf derselben Seite funktionieren häufig schlechter als ein klar definiertes Ziel.
7. Reduzieren Sie unnötige Barrieren
Stellen Sie sich vor, ein Interessent möchte lediglich ein Angebot erhalten.
Ihr Formular verlangt jedoch Name, Nachname, Unternehmen, Position, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Anschrift und zahlreiche weitere Informationen.
Mit jedem zusätzlichen Schritt steigt die Wahrscheinlichkeit eines Abbruchs.
Fragen Sie deshalb zunächst nur die Informationen ab, die Sie tatsächlich benötigen.
Dasselbe Prinzip gilt für den Checkout eines Online-Shops:
Je einfacher der Prozess, desto geringer die Reibung.
8. Schaffen Sie Vertrauen
Ein Besucher aus einer Werbekampagne kennt Ihr Unternehmen möglicherweise noch überhaupt nicht.
Ihre Website muss deshalb möglichst schnell eine wichtige Frage beantworten:
„Warum sollte ich diesem Unternehmen vertrauen?“
Hilfreich sind unter anderem:
- echte Referenzprojekte;
- Kundenbewertungen;
- Case Studies;
- Erfahrung und Kompetenz;
- Partner;
- transparente Kontaktdaten;
- authentische Informationen über das Unternehmen.
Gutes Design erzeugt Aufmerksamkeit. Vertrauen beeinflusst die Kaufentscheidung.
9. Analytics und Conversion Tracking vor der Werbung einrichten
Nach dem Kampagnenstart reicht es nicht aus, ausschließlich Klicks und Seitenaufrufe zu zählen.
Sie müssen wissen:
- Wie viele Besucher haben das Formular ausgefüllt?
- Wie viele haben angerufen?
- Wie viele haben gekauft?
- Welche Kampagne hat Conversions erzeugt?
- Was kostet ein tatsächlicher Lead oder Verkauf?
Deshalb sollten Google Analytics 4, Conversion Tracking und – je nach eingesetztem Werbekanal – weitere Tracking-Lösungen bereits vor dem Start der Kampagne korrekt eingerichtet sein.
Andernfalls investieren Sie möglicherweise Geld in Werbung, ohne zuverlässig beurteilen zu können, welche Kampagne tatsächlich funktioniert.
10. Erst testen, dann das Budget erhöhen
Die erste Phase einer Werbekampagne sollte gleichzeitig als Testphase betrachtet werden.
Analysieren Sie:
- Conversion Rate;
- Nutzerverhalten;
- Performance der Landingpage;
- Formularabbrüche;
- Checkout-Abbrüche;
- Ergebnisse unterschiedlicher Zielgruppen.
Wenn 100 Besucher auf Ihre Website kommen und niemand die gewünschte Handlung ausführt, wird eine Verdoppelung des Werbebudgets das eigentliche Problem wahrscheinlich nicht lösen.
Möglicherweise liegt die Ursache nicht in der Werbung, sondern auf der Website.
Der SoloStudio-Ansatz
Bei SoloStudio bedeutet die Vorbereitung einer Website für Online-Werbung nicht einfach, einen Tracking-Code einzubauen.
Wir betrachten den gesamten Prozess:
Anzeige → Landingpage → Angebot → UX → Call-to-Action → Conversion → Analytics
Denn das Ziel einer Werbekampagne besteht nicht darin, möglichst viele Besucher auf eine Website zu bringen.
Das Ziel besteht darin, messbare Geschäftsergebnisse zu erzielen.
Fazit
Gute Werbung und eine schlecht vorbereitete Website sind eine schlechte Kombination.
Bevor Sie Ihr Werbebudget erhöhen, sollten Sie sicherstellen, dass Ihre Website schnell ist, auf mobilen Geräten einwandfrei funktioniert,
Besucher auf die richtige Landingpage führt, ein klares Angebot und einen eindeutigen Call-to-Action besitzt,
Vertrauen schafft und Conversions korrekt misst.
Professionelle Website Entwicklung bedeutet deshalb nicht nur, attraktive Seiten zu gestalten.
Eine Website muss darauf vorbereitet sein, Besucher aus bezahlter Werbung in echte Kunden zu verwandeln.