Wenn wir über Webdesign sprechen, hören wir von Kundinnen und Kunden oft den Satz: „Ich möchte, dass es schön aussieht.“

Schönheit ist natürlich wichtig. Im digitalen Marketing ist Design jedoch weit mehr als reine Ästhetik.

Die Psychologie des Designs untersucht, wie das menschliche Gehirn visuelle Informationen wahrnimmt und was Menschen zu einer konkreten Handlung bewegt.

Das kann das Hinzufügen eines Produkts zum Warenkorb sein, das Schließen der Website, eine Registrierung oder jede andere gewünschte Aktion.

Schauen wir genauer hin und sehen wir uns an, welche unsichtbaren Kräfte das Verhalten Ihrer Nutzer steuern.

Blickführung: das F- und Z-Prinzip

Menschen lesen Texte auf einer Website nicht wie ein Buch. Sie scannen sie.

Studien zeigen, dass es zwei grundlegende Scan-Muster gibt:

F-Pattern:
Es wird vor allem auf textlastigen Seiten verwendet, zum Beispiel in Blogs.
Der Blick wandert zuerst horizontal über den oberen Bereich, dann etwas weiter unten noch einmal horizontal und anschließend vertikal entlang der linken Seite.

Z-Pattern:
Dieses Muster eignet sich ideal für Landingpages.
Das Auge bewegt sich von der oberen linken Ecke nach rechts, dann diagonal nach unten und wieder nach rechts.

Warum ist das wichtig?
Wenn sich Ihre wichtigste Aussage oder Ihr zentraler CTA-Button außerhalb dieser Blickführung befindet, wird er vom Nutzer oft gar nicht wahrgenommen.

Farbpsychologie: Emotionen, die verkaufen

Farbe ist nicht nur Dekoration. Sie ist ein Signal, das im Unterbewusstsein des Nutzers bestimmte Emotionen auslöst:

Blau: Vertrauen, Stabilität, Professionalität
(deshalb ist diese Farbe bei Banken und IT-Unternehmen so beliebt)

Rot: Energie, Dringlichkeit, Leidenschaft
(ideal für Rabattaktionen und aufmerksamkeitsstarke Buttons)

Grün: Wachstum, Ruhe, Gesundheit
(häufig verwendet bei nachhaltigen Produkten oder Themen rund um Entwicklung und Finanzen)

Der Rat von SoloStudio: Nutzen Sie den Kontrast bewusst.
Ihr wichtigster Button sollte auf dem Bildschirm sofort auffallen.

Wenn Ihre Website in Blautönen gestaltet ist, kann ein orangefarbener oder gelber Button dem Nutzer unterbewusst signalisieren: „Hier klicken.“

Die Magie des White Space

Viele Unternehmer haben Angst vor leerem Raum auf ihrer Website und versuchen, jede Fläche mit Informationen zu füllen.
Das ist ein häufiger Fehler. Aus psychologischer Sicht führt zu viel Information oft zu Entscheidungsparalyse.

White Space, also der freie Raum zwischen Elementen:

  • hilft dem Nutzer, sich besser zu fokussieren,
  • lässt eine Website hochwertiger und eleganter wirken,
  • reduziert die visuelle Ermüdung.

Wenn Ihre Website Raum zum „Atmen“ hat, treffen Nutzer Entscheidungen meist ruhiger und bewusster.

Hick’s Law: weniger Auswahl, mehr Verkäufe

In der Psychologie gibt es das sogenannte Hick’s Law. Es besagt:
Je mehr Auswahl ein Mensch hat, desto länger braucht er für eine Entscheidung.

Wenn Ihre Website 15 verschiedene Buttons enthält, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der Nutzer keinen davon anklickt.

Unsere Aufgabe ist es, den Weg für den Nutzer so einfach wie möglich zu machen.
Eine gut strukturierte Seite sollte ein Hauptziel haben, zum Beispiel „Registrieren“, und höchstens ein sekundäres Ziel.

SoloStudio entwickelt visuelle Strategien mit psychologischem Fundament

Bei SoloStudio gestalten wir keine Websites nur nach optischen Kriterien.
Wir entwickeln visuelle Strategien, die auf dem Verhalten und der Wahrnehmung Ihrer Nutzer basieren.

Unser Ziel ist es, dass jedes einzelne Element Ihrer Website nur einer Sache dient: dem Wachstum Ihres Unternehmens.

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